Der Zeitfresser.

Es war ein heißer Tag gewesen, und der Abend ist immer noch warm. Ich sehe aus dem Fenster der S-Bahn, die uns durch die Dunkelheit trägt, den weiter entfernten und wohlhabenderen Vororten entgegen. Es ist stickig hier drinnen, wo die Hitze des Tages noch immer zwischen den Sitzen gefangen ist, und schwül dort draußen. Wolkenfetzen ziehen über den Himmel. Es ist eine gute Nacht für einen Dieb.
Ja, wir beide sind Diebe, ich und der junge Mann, der mir gegenüber sitzt, und in dieser Nacht sind wir auf dem Weg, um etwas zu stehlen. Obwohl wir, wenn ich es genauer betrachte, zwei sehr verschiedene Arten von Dieben sind: Ich bin ein Dieb, der fast nie Dinge stiehlt, und er ist ein Spezialist für Alarmanlagen, der dem wahren Dieb den Weg öffnet.
Ich weiß, dass er gut ist in seinem Job, denn wir haben schon einmal zusammen gearbeitet, bei einem Auftrag, bei dem es am Ende ziemlich knapp für uns beide wurde – ich musste eine Zeitbombe werfen und uns von Zeitsplitter zu Zeitsplitter lotsen, damit wir da rauskamen. Für die Sache heute Abend hatte ich wieder Kontakt mit ihm aufgenommen. Inzwischen hatte ich erfahren, dass er Martin hieß – oder sich zumindest so nannte.
Offensichtlich gehen ihm ähnliche Gedanken durch den Kopf wie mir, denn er fragt: „Was sollen wir eigentlich stehlen?“
„Beweise“, antworte ich.
„Beweise? Beweise wofür?“
„Nein, einfach Beweise. Ich löse sie von ihrem ursprüngliche ‘Wofür’ ab und bringe den nackten Beweis dann unserem Auftraggeber. Du kennst ihn – er ist nicht nur ein Hehler für solche Dinge, er ist auch ein Meisterfälscher. Er hat schon falsche Beweise für irgendeine Sache vorbereitet, und wenn ich ihm die Ware von heute Nacht bringe, wird er sie damit verbinden. Und so macht er einen echten, bombenfesten Beweis daraus.“
„Oh, Mann“, sagt Martin, „ich wusste ja, dass du den Leuten die Zeit stehlen kannst oder einem edlen Wein das Aroma, aber Beweise...“
„Das ist auch nicht schwieriger, als das wahre Bild von der Leinwand mit der Farbe darauf zu trennen“, meine ich.
„Und wozu brauchst du mich? Könntest du nicht einfach ein Zeitfenster öffnen in den Raum, wo das Zeug liegt?“
„Das könnte ich“, sage ich nachdenklich und denke, dass mir mein Auftraggeber genau das vorgeschlagen hatte, was merkwürdig ist, denn bisher hatte er sich nie für meine Methoden interessiert. „Aber das kostet mich eine Menge Kraft und vor allem Konzentration, und die werde ich brauchen, um die Beweise von ihrer Grundlage zu trennen. Daher habe ich mich entschieden, auf dem konventionellen Weg reinzugehen, und dafür brauche ich dich. Übrigens, er weiß nichts davon, also erwähne es ihm gegenüber bitte nicht.“
Martin nickt. „Warum machst du das eigentlich?“ fragt er dann.
„Warum ich ein Dieb bin? Es macht mir Spaß. Es ist eine Herausforderung, es ist genau das, was ich machen möchte, und es macht mir Spaß.“
Er sieht mich an. „Und du hast diese besonderen Talente... Ich frage mich manchmal, was du bist – gibt es noch mehr solche wie dich?“
Ich nicke.
„Sind die anderen auch Diebe wie du?“
Ich sehe aus dem Fenster in die Dunkelheit. „Nein, von uns bin ich der einzige, der so etwas macht. Und ich zahle meinen Preis dafür...“
Ziemlich viele Fragen, denke ich, und stelle selbst eine: „Und warum machst du dies hier?“
Er sieht verlegen auf seine Schuhe. „Geld. Ich brauche das Geld.“ Er sieht mich wieder an. „Ich weiß nicht, ob du das weißt, aber ich bin Ingenieur. Ich habe eine Idee zur osmotischen Tröpfchenbewässerung, das könnte den Gemüseanbau in Trockengebieten revolutionieren, aber ich muss das austesten, bevor ich versuchen kann, es zu verkaufen. Das bedeutet mindestens drei Jahre Feldversuche im großen Stil, und dafür brauche ich Geld. Das ist mein Grund.“
Ich nicke, und dann sehen wir schweigend aus dem Fenster, während die S-Bahn uns weiterträgt.

Wir können uns diese Gespräche leisten, denn der Wagen ist fast leer. Nur am anderen Ende sitzen zwei alte Damen mit großgeblümten Handtaschen und unterhalten sich über Häkelmuster. Zu dieser Zeit fährt niemand in die Vororte – die Berufstätigen sind schon lange zu hause und die Nachtschwärmer erst auf dem Weg in die Stadt.
Martin legt den Kopf schräg und sieht mich an. „Was ich mich die ganze Zeit schon frage: Warum gibst du dich mit solchen Kleinigkeiten ab? Warum holst du dir nicht das Gold aus Fort Knox – oder vielleicht die Kronjuwelen?“
Ich muss lächeln. „An das Gold ist wirklich nicht besonders schwierig heranzukommen“, sage ich. „Ich könnte einfach ein Zeitfenster öffnen und hineinspazieren, das Problem ist nur, das Gold dann mitzunehmen. Jeder Barren wiegt zwölfeinhalb Kilo, und ich kann auch nicht mehr tragen als ein gewöhnlicher Mensch – vor allem kann ich nur eine begrenzte Menge Materie durch ein Zeitfenster mitnehmen. Und zwei bis drei Barren wären den Aufwand nicht wert.“
Ich überlege. „Die Kronjuwelen wären da schon interessanter... Es stellt sich aber die Frage: welche Kronjuwelen?“
„Na, die britischen natürlich.“
„Ja, aber welche?“
Martin sieht mich erstaunt an. „Die, die im Tower liegen – welche denn sonst?“
„Ja, welche denn sonst? Da gäbe es schon einige Möglichkeiten. Zum einen sind nämlich die Kronjuwelen, die die Königin heutzutage benutzt, nur der Ersatz für einen Ersatz. Die Briten haben es nämlich geschafft, zweimal ihren kompletten Kronjuwelen-Bestand zu versusen.“
Er starrt mich verblüfft an.
„Ja, ganz im Ernst. Im Jahre 1216 war König John, der Bruder und Nachfolger von Richard Löwenherz, auf einem Zickzackkurs über die Insel unterwegs, weil seine Barone sich mit den Franzosen verbündet hatten, um ihn abzusetzen. Er hatte die Krone und den Rest der Kronjuwelen bei sich, weil so die anderen ohne das Zeug keinen Gegenkönig krönen konnten. Irgendwann überquerten er und sein Tross eine Bucht bei Ebbe quer durch das Watt, aber leider kamen die schweren Packpferde nicht so schnell vorwärts wie gedacht, und sie wurden von der Flut eingeholt. Die Männer konnten sich retten, aber das Gepäck ging verloren. Seitdem liegt der erste Satz Kronjuwelen irgendwo metertief im Schlick des Wash. Vielleicht wird er irgendwann freigespült, aber bis dahin...“
Martin grinst, und ich erzähle weiter. „Vierhundert Jahre später hatten sie wieder einen hübschen Satz Ersatz-Kronjuwelen, aber dann wurde Charles I. 1649 hingerichtet und die Republik ausgerufen, und als Charles II. 1661 zurückkam und gekrönt wurde, waren die Kronjuwelen verschwunden. Die Republikaner behaupteten, sie hätten sie zerlegt und eingeschmolzen, aber es gibt Hinweise darauf, dass Königstreue zumindest die Krone in Sicherheit gebracht und versteckt haben. Nur sind offensichtlich alle Personen, die wussten, wo sie versteckt war, zu Tode gekommen, bevor sie es dem neuen König sagen konnten. Wenn du also herausfindest, wo sie liegt...“
Martin grinst noch breiter.
„Es gibt übrigens eine Sherlock-Holmes- Geschichte, in der diese Krone kurz auftaucht“, fahre ich fort. „Aber für die Krönung von Charles II. musste eine neue angefertigt werden, und das ist die, die bis heute benutzt wird. Die könntest du also versuchen zu stehlen ... aber du solltest sie nicht unbedingt im Tower suchen.
Die Kronjuwelen, die im Tower ausgestellt werden, bestehen nämlich aus drei identisch aussehenden Sätzen“, erkläre ich. „Einer davon ist der echte, die anderen beiden sind Imitationen. Sie werden in unregelmäßigen Abständen ausgetauscht, und welcher Satz was ist, wissen nur sehr wenige Menschen.
Klingt knifflig, oder? Ist es aber gar nicht, denn das ist nur die offizielle Version. In Wirklichkeit sind alle drei Sätze unecht, du kannst die Juwelenkammer und den ganzen Alarmanlagenkram also ruhig links liegen lassen – die sind nur als Falle für übermütige Diebe gedacht. Und wo sind die echten Kronjuwelen? Angeblich befinden sie sich an einem geheimen Ort im Tower, aber auch das ist nur ein Gerücht, das Diebe irreführen soll. In Wirklichkeit liegt der echte Satz im Palast, in einem Lederkoffer unter dem Bett eines besonders vertrauten Dieners der Königin.“
Martin lacht leise vor sich hin, und ich sage: „Warte, es kommt noch besser. Die Öffentlichkeit weiß es nicht, aber in den 1960er Jahren wurden die Kronjuwelen aus dem Tower gestohlen – damals lagen da noch die echten –, nach vier Wochen aber wieder zurückgegeben. Heißt es zumindest. Ich habe aber auch gehört, und der Mann, der mir das erzählt hat, sollte es wissen, dass die echten immer noch verschwunden sind und heimlich durch eine Kopie ersetzt wurden. Wobei diese Kopie im Vergleich zu den Originalen wesentlich kostbarere Steine enthalten soll. Welche Kronjuwelen möchtest du also stehlen?“
Martin schüttelt den Kopf. „In Ordnung, ich gebe es auf. Lassen wir die Kronjuwelen. Aber sag mir mal: Was war die schwierigste Sache, die du je gestohlen hast?“
„Nun“, sage ich, „einmal habe ich einem Känguru den Beutel geklaut...“
Er starrt mich an, sieht, dass ich grinse, und muss wieder lachen. „Fast hätte ich es dir geglaubt. Aber das war ein Witz, oder?“
„Ja, war es. So etwas könnte nicht einmal ich, und wenn ich es könnte, würde ich es nicht machen. Ich pfusche nicht an Lebewesen herum.“
„Gut, aber im Ernst: Was war dein schwierigster Fall?“
Ich muss nicht lange nachdenken. „Den Glanz der Tautropfen zu stehlen für den ganz besonderen Schmuck einer jungen Dame.“
„Oh, das klingt romantisch.“
Ich schließe die Augen und sehe mich im ersten Licht des Morgens vor einer Rosenhecke stehen, meine Hand ausgestreckt nach einem Tautropfen, perfekt, funkelnd, leuchtend im Licht, bevor er sich auflöst, als hätte es ihn nie gegeben, jener magische Augenblick ... und ich sehe, wie sie sich das Armband umlegt, mit Diamanten, die funkeln wie Tautropfen, und sehe das erwartungsfrohe Gesicht ihres Vaters, der es ihr geschenkt hat, und dann ihres...
„Sie war eine verwöhnte Pute, und es war eine Auftragsarbeit“, sage ich, „Ich hätte ablehnen sollen.“

Die S-Bahn bringt uns zu der Haltestelle, zu der wir wollten, wir steigen aus und gehen durch die dunklen Straßen. Es ist immer noch schwül und die Luft regt sich nicht. Dem Haus, in dem die Beute liegen soll, nähern wir uns von hinten. Es steht dunkel und still in einem großen Garten – niemand scheint zu hause zu sein, so wie mein Auftraggeber es vorausgesagt hatte.
Martin untersucht die Gartenmauer und findet keine Alarmanlage, wo laut den Plänen auch keinen sein sollte. Wir steigen über die Mauer, die nicht einmal Eisenspitzen oder etwas ähnliches trägt, und kommen ohne jegliche Probleme durch den dunklen Garten. Martin überprüft das Haus und findet die Alarmanlage dort, wo sie nach den Plänen sein sollte. Er packt seine Instrumente aus und macht sich an die Arbeit.
Dann geschieht eine ganze Zeit lang praktisch gar nichts. Martin starrt auf irgendwelche Instrumente und tippt auf irgendwelche Tasten, und ich warte. Das macht mir nichts aus. ich habe jede Menge Geduld, nicht nur meine eigene, sondern auch alle die, die ich aufgesammelt habe, wenn jemand in meiner Gegenwart die Geduld verlor.
Gedankenversunken sehe ich zum Himmel. Wolkenfetzen treiben darüber hinweg, und dazwischen sehe ich Sterne. Wir sind am Rande eines Gewitters, denke ich, aber es ist noch weit entfernt. Hier unten im stillen Garten steht die Luft, sie liegt auf mir wie eine schwere Decke. Ich fühle mich, als müsste ich Kopfweh haben, wenn ich denn so etwas wie Kopfweh haben könnte.
Martin wischt sich den Schweiß von der Stirn und tippt wieder auf eine Taste. Ich will ihn etwas fragen, aber ich habe vergessen, was. Dann fällt es mir wieder ein, aber ich bringe den Satz nicht heraus. Ich sehe wieder hoch zu den Sternen und runzle die Stirn. Die Sterne ... etwas ist mit den Sternen ... was stimmt hier nicht?
Dann fällt mir wieder ein, was ich eben nicht sagen konnte. „Wie geht es voran?“ frage ich Martin.
Er zuckt zusammen und sieht zu mir hoch. Er wirkt besorgt. „Ich weiß nicht ... irgendwie bringt das hier alles gar nichts ... es ist komisch, ich habe das Gefühl, ich mache hier andauernd das gleiche...“
Er presst seine Hand gegen die Stirn, und ich denke, dass ich jetzt eigentlich etwas darauf antworten müsste, aber mir fällt nichts ein, und das fühlt sich irgendwie seltsam an ... beunruhigend? Sollte ich über irgend etwas beunruhigt sein? Die Sterne ... war da nicht etwas mit den Sternen? Ich sehe nach oben. Da sind jetzt mehr Wolken, aber das ist es nicht. Und die Sterne sind weitergezogen – haben wir Zeit verloren? Ja, eine Stunde oder anderthalb, aber das ist es auch nicht. Und dann sehe ich, was mit den Sternen nicht stimmt: Sie sind zu rot – das ist es!
Verdammt. Nein, nicht die Luft ist stickig in diesem stillen Garten, und es ist auch nicht das Gewitter, das sich über uns zusammenballt. Ich packe Martin am Arm. „Nimm deine Sachen und komm, wir müssen hier weg“, sage ich und versuche aufzustehen, aber es geht nicht, und jede Bewegung dauert eine Ewigkeit.
Das ist nicht gut. Martin starrt mich erschrocken an. „Wir sind umgeben von verbrauchter Zeit“, versuche ich zu erklären – reden geht, das ist immer das letzte, das noch bleibt. „Verbrauchte Zeit, ausgelaugt und unwirksam, in der man nichts zustandebringt und nichts bewirken kann ... nicht ein frischer Zeitpunkt... Da ist ein Zeitfresser im Haus, er hat sein Netz über uns geworfen und saugt uns die Zeit aus,“
Martin ist sehr blass. „Du meinst, unser Leben?“
„Nein, nicht unsere Zukunft, unsere Gegenwart – er greift sich jeden neuen Zeitpunkt, sobald wir ihn erreichen, und verbraucht ihn, kaut ihn durch und spuckt ihn aus, und uns verbleibt keine Zeit, in der wir etwas bewirken könnten.“ Ich hole tief Luft. „Das hier ist eine Falle, das war von Anfang an eine Falle, und sie war für mich gedacht. Ich glaube nicht, dass es diese komischen Beweise je gegeben hat, die wir angeblich hier holen sollten. Nein, es war eine Falle. Deshalb wollte dieser Mistkerl, dass ich über ein Zeitfenster in das Haus springe! Es hätte keine Warnung gegeben vor diesem Zeitfresser, und ich wäre direkt in seinem Maul gelandet. Das wäre mein Ende gewesen – aber wir sind durch den Garten gegangen, und so sind wir nur in seinem Netz gelandet. Also gut. Ich glaube, wir haben noch eine Chance. “
Ich hole etwas aus meiner Jackentasche, sehr vorsichtig. Martin starrt darauf. „Was ist das – eine Mini-Sichel?“ fragt er.
„Nein, das ist ein Zeitmesser. Damit kann ich Zeit schneiden. Ich hoffe nur, das reicht... Wünsch mir Glück. “
Dann setze ich das Messer an meiner Eigenzeit an, und dann schneide ich. Es ist ein Übelkeit erregendes Gefühl, und dann... Einen Augenblick lang geschieht gar nichts. Dann bricht die Hölle los.
Die Sterne färben sich tief rot, dann blau, und dann reißt etwas, wahrscheinlich das Netz, und bricht auf uns herunter wie eine Woge. Halbverbrauchte Zeit und frische Zeitpunkte und eben-noch-anders und fast-schon-vorbei und gegenläufige Strömungen verwandeln das Zeitgefüge in eine Art Schaum. ich verliere die Orientierung und weiß nicht mehr, ob es jetzt ist oder wann, und vorher und nachher haben keine Bedeutung.
Martin trifft es nicht so hart. Er rafft sein Zeug zusammen und zerrt mich in Richtung Gartenmauer, und ich schaffe es mitzustolpern, obwohl mir Richtungen im Augenblick nicht wirklich viel sagen. Irgendwie kommen wir über die Mauer und auf die Straße. Die Turbulenzen lassen nach. Niemand folgt uns.

Als ich wieder zu Atem gekommen bin, versuche ich Martin die Sache zu erklären. „Ich habe etwas von meiner eigenen Zeit mit dem Zeitmesser in winzige, scharfkantige Stücke geschnitten, kurz bevor er sie aufgenommen hat. Zum Glück ist ein Zeitfresser ein dummes Tier mit nicht mehr Verstand als eine Mücke, und was in sein Netz gerät, das saugt er ein. Stelle es dir vor, als wenn er plötzlich den Magen voller Glassplitter hatte. Er ist praktisch geplatzt.“
Martin ist immer noch sehr blass. „Ich muss das jetzt einfach fragen: Wie viel von meinem Leben hat sich dieser Zeitfresser geholt?“
„Nur die anderthalb Stunden, die du dort im Garten verloren hast. Nichts von deiner Zukunft. Dein Leben gehört immer noch dir.“
Martin lächelt, schief zwar, aber er ist beruhigt. Als wir zur S-Bahn zurückgehen, meine ich: „Jetzt möchte ich nur noch wissen, wem ich diese Falle zu verdanken habe.“
„Mir genügt erstmal, dass wir heil da rausgekommen sind“, sagt Martin, und da gebe ich ihm Recht.

© P. Warmann